STEMP: Tracker im Hang,
kollisionsfrei geplant.
Das STEMP, ein 4-Sterne-Superior-Wellnesshotel, will seinen Strom zum Großteil selbst erzeugen: mit einer Tracker-Solaranlage und einem Speicher. Die Anlage steht. Die eigentliche Arbeit steckte im Gelände.
Das Gelände ist uneben: Es fällt ab, wellt sich, hat Senken und Kuppen. Für Tracker ist das heikel, denn die Tische drehen sich mit der Sonne und sind über eine Antriebswelle verbunden.
Das Problem
Steht ein Tisch höher oder geneigter als sein Nachbar, kann die Antriebswelle ins Modul des nächsten Tisches laufen, oder zwei Tische kommen sich zu nahe. Auf ebener Wiese passiert das kaum, im Hang an vielen Stellen.
Die Lösung: simulieren und automatisch auflösen
Dafür wurde ein System entwickelt, das mögliche Kollisionen im 3D-Modell simuliert und selbstständig behebt:
- PrüfenJeder Tisch wird gegen seine Nachbarn und gegen die Antriebswelle geprüft, mit festen Sicherheitsabständen.
- OptimierenFindet das System eine Kollision, passt es Neigung und Höhe der betroffenen Tische in kleinen Schritten an, bis kein Konflikt mehr besteht.
- NachplanenNach dem Geländeausgleich und nach der Absteckung wurde das Modell mit den neuen Messdaten neu gerechnet, bis zum finalen Stand ohne Kollisionen.
Geländeausgleich
Ganz ohne Erdarbeiten ging es nicht. Wo das Gelände angepasst wird und wie viel Erde sich bewegt, wurde ebenfalls aus dem 3D-Modell geplant. Umsetzbar war die Anlage nur mit dieser genauen 3D-Planung.


Mehr zum Energiekonzept des Hotels: Bericht im BR

